Jenseits des Horizonts - Die Charypta-Kampagne

Kapitel V - Episode II

Wissen der Ahnen

Kapitel V

Wissen der Ahnen

Zusammenfassung:

In Vuthvall an der Westküste Harduns werden die Reisenden wohlwollend empfangen. Gerne handelt man mit den Fremden und ist auch bereit Hilfe zu leisten bei der Rätselslösung um Harikas Tattoo.

Than und Runenmeister Gisolgalthus begrüßt die Helden, Harika, Skalden Wörms und Runenmeister Theodericus freundlich in seiner Halla. Hier wird bereits eine Woche lang die Vermählung seines Sohnes und der liebreizenden Siegeburga, Tochter der Frithalinda gefeiert.
Nach dem Wörms die Reisenden in einer Saga vorgestellt hat und man es sich auf den Bänken am Kohlebecken bei Wildscheinbraten bequem gemacht hat, lässt Gisolgalthus testen, wie mutig und kräftig die Fremden sind, indem er den “Mannfäller” holen lässt. Bei diesem handelt es sich um ein Methorn von enormer Größe, welches in einem Zug geleert werden muss. Selbstverständlich bemühen sich alle Anwesenden ihr Bestes zu geben und wenngleich sie alle das Horn geleert bekommen, so fallen sie doch wie Sandsäcke von der Bank, als der honigsüße Met mit all seiner Kraft in ihr Hirn sickert.

Nach einer langen dunklen Nacht und einem fast verschlafenen Tag machen sich die Helden mit brummenden Schädeln daran ihre kommende Reise zu planen. Gisolgalthus hat sich bereit erklärt eine kleine Gruppe in die nahen Hügel zu führen, wo eine Saithakennerin leben soll, die ihnen behilflich sein wird. Er selbst kenne zwar den Ort an dem die Runen des Tattoos zu finden sind, aber ohne die Saithakennerin will er dort nicht hin.

Nach einem Eisbad und einigen Einkäufen winterfester Kleidung, kann der nächste Tag und Aufbrauch gen Norden kommen. Wasjef Solske, der den Helden sein Leben verdangt (Rettung vor der Hydra) gibt Sarastro einige Ketten mit Haifischzahnanhänger mit, um seine Dankbarkeit zu zeigen – und um Profit zu machen, falls Sarastro bereit ist einen Teil der Ketten zu verkaufen.
Zusammen mit Harika, Theodericus und Gisolgalthus, machen sich die Helden auf den Weg und erreichen noch vor Einbruch der Nacht ein verschneites Häuschen.
Die alte Greisin die dort lebt ist noch erstaunlich agil und stellt sich ihnen als Saithakennerin Eogisa vor. Saithakenner, so lernen die Helden, sind naturverbundene Zauberweber, die sich besonders auf die Verständigung mit Geistern verstehen. Da die Runen von Harikas Tatowierung auf einem Gräberfeld zu finden sind, ist nun auch klar, warum Gisolgalthus die Anwesenheit von Eogisa wünscht.
Nach einer guten Kräutersuppe und einem erholsamen Schlaf geht es am nächsten Morgen durch den dichterwerdenen Schnee weiter gen Norden.

Entlang der Ausläufer eines mächtigen Gebirgsmassivs stoßen die Helden bald auf die Spur eines Eisbären und wenige Stunden später auch auf den Bären selbst, der die Gruppe zwar angreift, aber von den beiden Runenmeistern mit Leichtigkeit auf Abstand gehalten werden kann. Das ungewöhnliche Verhalten “eine Gruppe anzugreifen”, schieben die ortsansässigen auf den harten Winter und die damit verbundene Nahrungsknappheit.
Die Sonne steht bereits tief über dem Horizont, als die Gruppe die Hügelgräber erreicht, von denen einige über 3000 Jahre alt sind. Die haushohen Grabbauten sind in der hügeligen Schneelandschaft kaum von den natürlichen Erhebungen zu unterscheiden und so dauert es eine Weile, bis Gisolgalthus das richtige Grab gefunden hat. Vor dem Eingang des Grabes steht ein Obelisk, der die selben Runen trägt, wie Harika.

Nach einem gemeinsamen Kraftakt ist der Verschlussstein des Grabes zur Seite gerollt und offenbart einen großen Raum, in dessen Mitte auf einer steinernen Stele ein Schädel liegt. Eogisa lässt einen Beschwörungszirkel zeichnen und Kerzen aufstellen und beginnt dann ein Ritual, um Kontakt mit dem hier Begrabenen herzustellen. Und tatsächlich gelingt es ihr einen Geist zu beschwören, der seine Worte aber nicht an die in Trance gefallene Eogisa wendet, sondern an die in Starre verfallene Harika.

Zeitgleich ertönt von außerhalb des Grabes Wolfsgeheul und als die Helden und Runenmeister vor das Grab treten sehen sie sich einigen Wölfen und Söldnern gegenüber, die von zwei Optimaten angeführt werden. Schnell stellt sich heraus, dass es sich dabei um Belianor an Charybalis und seinen Adepten Xyroiku handelt. Es beginnt ein entscheidender Kampf auf Leben und Tod.

Schon der erste Streich, ein Dolchwurf von Zara lässt den Charybalisoptimaten Belianor seine Maske verlieren und offenbart sein wahres Ich – handelt es sich doch um niemanden geringeren, als den Händler Wasjef Solske, der diese Tarnidentität annahm, um die Helden besser ausspionieren zu können. Auch die geschenkten Haifischzahnketten waren lediglich ein Weg den Helden bis zu den Gräbern zu folgen.
Mit charyptischen Zaubern, die einem das Wasser in die Lunge sprudeln lassen und eiskristallenen Geschossen rücken die beiden Optimaten den Helden und ihren Begleitern mächtig zu Leibe. Selbst die von Elyria beschworene Macht ihres Gottes, die sich in einem wilden Schneesturm manifestiert, kann nicht verhindern, dass bald nur noch Elyria im Auge des Sturmes auf den Beinen steht. Arg mitgenommen und die Freunde langsam dahinsterben sehend, hat sie sich schon fast in ihr Schicksal ergeben, als ein weiterer Wolfsruf die Szenarie übertönt. Aus dem Dunkel der herinbrechenden Nacht springt ein riesiger, weißer Wolf an Elyrias Seite und eilt ihr zur Hilfe. Gemeinsam mit zwei weiteren dieser Riesenwölfe schaffen sie es die verbliebenen Söldner zu Fall zu bringen und auch die Optimaten letztlich in die Knie zu zwingen.
Belianor, der sich wiederholt gescheitert sieht und Elyria in all seiner Wut zu verstehen gegeben hat, warum er sich an ihr rächen will, versucht durch eine Limbuspforte erneut zu entkommen. Noch bevor er den Schritt durch das Portal getan hat, wird er hinterrücks von einer silber-schwarzen Klinge durchbohrt und fällt tot zu Boden. Im Licht des aufgehenden Madamals hat sich Isiriel hinter dem Optimaten manifestiert und ihn zu Boron oder Nereton geschickt.

Zeit für Wiedersehensfreude gibt es kaum, da sich Elyria ersteinmal um die Wunden der Freunde kümmern muss. Erst jetzt erwachen Egosia und Harika aus ihrer Trance und Starre und begreifen was derweil geschehen ist. Zusammen mit den fast entkräfteten Runenmeistern gelingt es Zara, die es besonders schwer getroffen hatte ein weiteres Mal von der Schwelle des Todes zu holen.
Die Nacht verbringt die Reisegruppe in der wind- und wettergeschützten Grabkammer, doch nicht ohne vorher viele Worte über das Wiedersehen, das Verpasste und die weitere Reise zu verlieren.

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Hysis

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